Gruppenausstellung | Animals

Bebilderte Schriften zu Tieren erfreuen sich im Mittelalter großer Beliebtheit. Hierin werden Tieren oft menschliche Eigenschaften angedichtet, aber auch Fabelwesen und Monster gehören zum Repertoire. Dann,  im 15. Jahrhundert, zeugen zum Beispiel die Tafelbilder Lucas Cranachs, die heute im Dresdner Zwinger hängen,  von phantastischen Wesen, die nur dem Hirn des Künstlers entsprungen sein können.  Anfang des 16. Jahrhunderts arbeitete Giulio Romano zehn Jahre lang an Fresken im Palazzo del Te in Mantua, um die Lieblingspferde seines Gönners, des Herzogs Fedreico Gonzaga, illusionistisch darzustellen. Es gehört zum großen Faszinosum dieser Werke, dass die Pferde an den Wänden den Betrachter mit den Augen zu verfolgen scheinen. Pferdebilder waren schließlich im England des 18. Jahrhunderts so beliebt, dass George Stubbs noch zu Lebzeiten  zu großer Bedeutung gelangte, was man heute noch am eigenen Stubbs Wing in der Londoner National Gallery sehen kann.  Anfang des 20. Jahrhunderts hat schließlich  Guillaume d’Apolinaire mit seinem Bestiarium, von Raoul Dufy illustriert, wieder vielen Tieren einen Platz an der Seite des Menschen gesichert. Man kann also sehen, dass unsere zeitgenössichen Künstler sich in großer Gesellschaft befinden, wenn sie sich diesem Thema erneut zuwenden.

Eine Gruppenausstellung mit neuen Arbeiten von Mari Kim, Amanda Marie, Astrid Köhler, Harald Klemm, Volker Führer, El Bocho, Torsten Schlüter, Francesco de Molfetta, Joao Noutel, Klaus- Peter Vellguth.

Volker Führer Volker Führer | Nashorn | Linolschnitt auf Papier | Größe: 90 x 130 cm | 1200 Euro
Torsten Schlüter
Francesco de Molfetta
Torsten Schlüter Torsten Schlüter | Cliff & Kante | Kreide auf getöntem Papier | 17,5 x 25,5 cm | 900 Euro
Torsten Schlüter
Torsten Schlüter
Astrid Köhler
Astrid Köhler
Martin Krammer